Auch wenn Netbooks nicht speziell für Gamer entwickelt wurden — sonst würden sie ja Gamebooks heißen — lassen sich auf neueren Modellen auch aktuelle Spiele zocken. In diesem Artikel haben wir die besten Tipps gesammelt, um auch unterwegs mit dem Netbook nicht auf Games verzichten zu müssen.
Ganz wichtig: Die Grafik-Einheit des Netbooks
Preisgünstige Netbooks werden häufig mit einer Intel-Grafiklösung versehen, die nicht für aktuelle Spiele oder HD-Videos geeignet ist. Etwas teurere Modelle haben bereits die ION-Technologie bzw. schon den Nachfolger ION 2 von Nvidía verbaut. Auch vom Konkurrenten ATI gibt es einen HD-Grafikchipsatz. Beide Varianten lassen das Gamerherz höher schlagen. — Mit Netbooks wie dem Asus EeePC 1201PN oder Acer Aspire One 721 lassen sich auch neue Spiele in guter Auflösung spielen, wenn folgende Tipps berücksichtigt werden.
1. Aktuelle Treiber installieren
Sowohl Nvidia als auch ATI bieten in den neuen Versionen der Grafikkartentreiber wesentliche Verbesserungen für Netbooks. Wer ein aktuelles ION-Netbook, aber eine alte Treiberversion hat, wird an der Framerate keine Freude haben. Auch eine aktuelle Flash-Version ist für Netbook-Gamer Pflicht.
2. Programme vorher schließen
Der Arbeitsspeicher des Netbooks sollte sich voll auf die Gaming-Aufgaben konzentrieren und nicht wertvolle Ressourcen für Browser, Musikplayer oder Office-Programme verschwenden. Wer also spielen will, sollte vorher unbedingt alle anderen geöffneten Programme schließen. — Auch ein Blick in den Task-Manager (unter Windows 7: STRG+ALT+ENTF –> “Task Manager starten”) hilft dabei, geöffnete Programme zu identifizieren.
3. Eco-Modus ausschalten
Viele Netbooks haben von Haus aus Energiesparfunktionen installiert. Diese sind im Netbook-Alltag in der Regel sehr nützlich, da sie die Akkulaufzeit erhöhen. Wer aber Games spielen will, sollte auf diese Features möglichst verzichten, da damit die Leistung des Netbooks oft künstlich begrenzt wird. Auch sollte man, soweit möglich, das Netbook an der Steckdose lassen und nicht auf Akkubetrieb setzen.
4. Grafik-Einstellungen anpassen
Auch mit ION-Technik sind Netbooks keine Desktop-PCs. Wenn aktuelle Spiele zur Diashow werden und unangenehm ruckeln, müssen die Grafik-Einstellungen runtergesetzt werden. Hier hilft es oft schon besonders rechenintensive Elemente wie z.B die Berechnung des Schattens oder die Darstellung von Rauch runter- bzw. ganz auszuschalten. Wenn auch das keine Besserung bringt, kann noch die Auflösung heruntergeschraubt oder das Game nicht im Vollbild, sondern als Fenster dargestellt werden.
Fazit: Mit der richtigen Ausstattung, aktuellen Grafik-Treibern und Flash-Version, keinen weiteren geöffneten Programmen und einer auf die Hardware abgestimmten Grafikeinstellung lassen sich auch aktuelle Spiele auf neuen Netbooks spielen. Wie schon erwähnt sind die Gaming-Fähigkeiten von Netbooks aber nicht mit denen von Desktop-PCs mit 300-Euro-Grafikkarte zu vergleichen.


Thomas Auner

15. Juni 2011
[...] kein Problem mehr dar und können in gewissem Umfang auch Spiele auf den kleinen Rechnern für Spaß [...]