In den letzten Monaten haben die meisten Netbook-Hersteller ihre erwarteten Verkaufszahlen in regelmässigen Abständen erhöht. Noch vor kurzem rechneten die Analysten von Gartner damit, dass Asus 2008 rund 5.2 Millionen Gerät des Eee PC Linie verkaufen wird. Völlig überraschend hat heute Asus CEO Jerry Shen in einem Artikel der Tapei Times die Erwartungen zurückgeschraubt. Laut Shen spüre Asus bereits jetzt die Auswirkungen der Finanzkrise bei den Netbook Verkäufen. Die Kreditkrise sei nun auch in Europa zu spüren. Vorallem der Markt in Russland und der Ukraine sei eingebrochen. Jerry Shen erwartet in diesen Regionen eine weitere Verschlechterung. Auch für das nächste Jahr äussert der Asus CEO seine Bedenken und senkt die erwarteten Verkaufszahlen für das erste Quartal 2009.
Laut Aussagen von Shen will Asus diesem Trend entgegentreten und will nach dem Motto “more volume, fewer models”, in Zukunft weniger Netbook-Modelle, dafür in grösseren Mengen auf den Markt bringen.
Kommentar Netbook-Magazin
Die Strategie in Zukunft weniger verschiedene Modelle auf den Markt zu bringen wurde bereits von vielen Experten seit Monaten erwartet. Asus bietet derzeit über 20 verschiedene Modelle seiner Eee PC Reihe an. Monatlich werden neue, – teilweise mit marginalen technischen Veränderungen – Eee PC Varianten angekündigt.
Den Einbruch der Verkaufszahlen nur auf die Finanzkrise abzuschieben ist sicherlich zur kurz gegriffen. Asus hat in den letzten Monaten massiv Konkurrenz im Netbook-Segment bekommen. Alleine in den letzten Wochen sind Geräte namhafter Hersteller wie Lenovo, LG und Samsung auf den Markt gekommen, die teilweise punkto Design und Ausstattung den Eee PC’s längst das Wasser reichen können. Als Netbook-Pionier konnte sich Asus lange Zeit auf seinen Lorbeeren ausruhen und hatte nur bedingt mir Konkurrenz zu kämpfen. Durch den Erfolg, gepaart mit hohen Absatzzahlen konnte Asus die Preise für seine Eee PC’s tief halten.


Anna
